26.04.2016 Gobblers Knob (mi 360) – Wrightwood

Nach einer unruhigen Nacht spähten wir frühmorgens aus unserem Zelt. Das Wetter schien sich wieder beruhigt zu haben und es zeichnete sich ein wolkenloser schöner Tag ab. Es war jedoch noch bitter kalt, unsere Schlafsäcke waren im unteren Fussbereich mit einer geringfügigen Schneestaubschicht belegt. In Anbetracht unserer bisherigen Erfahrungen auf dem Trail sind wir sehr froh einen qualitativ hochwertigen Schlafsack gekauft zu haben. Wir mussten bis anhin trotz Kälte und Nässe noch nie frieren.

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Als wir uns warm eingepackt haben samt Handschuhe und warmer Mütze marschierten wir los. Je nach Hanglage war der Schnee gering oder fast knöcheltief. Wieder mussten wir teils Hindernisse überqueren. Dies war heute nicht ganz ungefährlich. Die Hänge waren teilweise recht rutschig.

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Unser Ziel war heute Wrightwood wo wir eine Nacht verbringen werden. Der Abstieg vom Trail nach Wrightwood war steil und schlug uns ziemlich in die Beine. Nach etwa 2.5 mi tauchten die ersten Häuser auf. Nicht so individuell wie in Cedar Glen doch auch ziemlich eindrucksvoll.

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Wrightwood  schien uns auf den ersten Blick eher ein verschlafenes Örtchen zu sein. Wir könnten in einem Motel ein einfaches Zimmer beziehen und tätigten anschliessend unsere Einkäufe im Supermarkt. Demi war wieder einmal ab der Auswahl an Frischprodukten entzückt. Nur für uns kommen diese Produkte leider nicht in Frage. Wir mussten uns für mindestens 5 Tage mit Esswaren eindecken. Die nächsten Tage sind wir abseits von jeglicher Zivilisation und werden dementsprechend wohl auch kein Netz haben.

Wir sind noch in einem der drei Restaurants Mittagessen gegangen. Wie schon mal erwähnt sind die Portionen eher üppig bemessen. So bestellten wir zusammen eine mittelgrosse Vegi-Pizza. Was die Amerikaner unter mittlere Pizza verstehen, würde bei uns als Familienportion durchgehen. So haben wir nun das Abendessen bereits in einer Box vor uns und werden die restlichen Pizzastücke heute Abend zu uns nehmen.

Morgen geht’s dann wieder vollbepackt zurück auf den Trail.

 

25.04.2016 Cajon Junction (mi 342.1) – Gobblers Knob (mi 360)

Gleich nach dem Frühstück und einem letzten Besuch bei der Tankstelle brachen wir in Richtung Trailhead auf. Kaum waren wir aus der Hotelauffahrt raus hielt ein Auto an und ein Mann machte uns den Kofferraum auf um unsere Rucksäcke zu verfrachten. Er sagte uns er sei auch Thru-Hiker und seine Frau fahre ihn zum Trailhead, wir könnten auch mitfahren, so wie wir aussähen müssen wir bestimmt auch dorthin. Natürlich nahmen wir das Angebot dankend an und sparrten uns damit 1.5km Marsch auf dem Asphalt. Beim Trailhead angekommen bedankten wir uns und gingen unseres Weges.

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Wir hatten einige Höhenmeter vor uns, doch da der Trail sich den Hügeln entlang heraufschängelte bemerkte man die zunehmende Höhendifferenz nicht so stark. Den ganzen Tag hindurch zeigte sich die Sonne eher selten und es war recht windig. Wir machten wieder unsere obligatorischen 5 km Pausen und kamen gut voran.

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Gegen 16:00 Uhr bemerkten wir plötzlich kleine weisse Kügelchen welche vereinzelt herumgewindet wurden und dachten uns erst es wären Staubpartikel von abgebrannten Bäumen um uns herum. Doch nach einer Stunde wurden es immer mehr und wir schauten uns die Kügelchen mal etwas genauer an. Sie entpuppten sich als kleine Schneekörnchen! Diese sahen aber eher wie Sagex-Kügelchen aus als wie die Schneeflocken die wir kennen. Wir mussten beide lachen, denn noch am Morgen hatten wir uns über die schlechten Wetterverhältnisse in der Schweiz lustig gemacht. Tja das ist wohl Karma… Wir liefen noch einige Kilometer bis wir ein geeignetes Plätzchen fanden und sogleich unser Zelt aufstellten und uns darin verbarrikadierten.

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Es schneite nun recht heftig und dazu kam noch ein starker Wind. image.jpegDennoch durfte das Zähneputzen nicht fehlen.image.jpeg Immer wieder mussten wir in der Nacht aus dem Zelt um es neu zu spannen und die Seile mit Steinen zu beschweren. Diese Nacht werden wir so schnell nicht vergessen.

24.04.216 zero day in Cajon Junction

Wir sind in einem Best Western Hotel gestrandet. Die Umgebung ist nicht berauschend. Ausser einer Tankstelle und einem Subway gibt’s überhaupt nichts.

Erstaundlicherweise schlafe ich im Zelt besser als in einem Hotelbett. Mitten in der Nacht wäre ich am liebsten aufgestanden und wieder auf den Trail zurück.image Irgendwann wurde es dann Morgen und wir nahmen unser Frühstück in der Hotellobby ein. Wir waren nicht die einzigen Hiker. Gemäss Aussage eines Hikers werden wir in den kommenden höheren Lagen noch mit einigen Schneefelder rechnen müssen. Wir werden morgen weiter Richtung Wrightwood wandern und uns vor Ort über die Schneeverhältnisse gut informieren. In Wrightwood müssen wir unser Proviant so oder so aufstocken. Gemäss unseren Erkundigungen sollte eine Besichtigung dieses Örtchen lohnenswert sein. Wir lassen uns überraschen.

Den heutigen Tag haben wir mehr liegend als stehend verbracht. Einmal kurz zur Tankstelle und uns mit Getränke und lauter ungesunden Naschereien eingedeckt. Ohne schlechtem Gewissen futterten wir uns quer durch. imageWir können unseren täglichen hohen Kalorienverbrauch durch das Laufen nicht 1:1 ausgleichen. Wir versuchen jedoch wenn irgendwie die Möglichkeit besteht auch gesunde Nahrungsmittel zu uns zu nehmen.

Unsere Kleider sind nun wieder gewaschen und wir sehen nach einer ausgiebigen Dusche inkl. Haarwäsche auch  wieder einigermassen akzeptabel aus. image.jpeg

23.04.2016 kurz vor Lake Silverwood mi 320 -Cajon Junction mi 342

Unser Zelt hat die stürmische Nacht gut überstanden. Wir hatten wirklich unsere Bedenken und haben zusätzlich auf die Zeltverankerungen mitten in der Nacht noch schwere Steine gelegt.

Dick eingepackt liefen wir los. Der Pfad schlängelte sich von einem Hügel zum anderen. Eigentlich sollte doch der Lake Silverwood zu sehen sein aber dem war nach wie vor nicht so. Nach ein paar Kilometer hatte die Sonne uns bereits so aufgewärmt dass wir unsere Mützen, Handschuhe und Jacken wieder verstauen konnten.

Schlangen, Eidechsen und Hasen gehören mittlerweile zu unseren täglichen Begegnungen. Interessanterweise sind es nicht nur Klapperschlangen sondern verschiedenste Arten von Schlangen die wir meistens am Wegrand erblicken. Demi war mit ihren Grdanken wahrscheinlich völlig woanders als ich hinter ihr laufend kurz aufschrie. Tatsächlich stand sie prompt auf das hintere Teil einer Schlange. Es handelte sich um ein dünne langen schwarz-weiss gestreifte Schlange. Glücklicherweise schlängelte sich diese sofort davon. Demi war die Ruhe selbst und meinte nur sie hätte gar nichts gemerkt.🐍🐿🐇🐜

Endlich erblickten wir den wunderschön gelegenen Lake Silverwood. Der Trail verlief nun unendlich lange mit herrlicher Aussicht dem See entlang.

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Das erste Mal begegneten wir den freiwilligen PCT Arbeiter. Diese halten den Trail in Schuss. Teilweise überwuchern die Pflanzen den Pfad sodass ein Durchkommen recht mühsam wird und entsprechende Instandhaltungsarbeiten notwendig werden. Ein Arbeiter hat uns Mandarinen 🍊 angeboten die wir noch so gerne entgegengenommen haben.

Unsere Füsse machen uns heute Probleme. Bei Demi hat sich unter einer fast verheilten Blase eine neue gebildet. Wir haben deshalb entschieden in Cajon Junction einen Ruhetag einzuschalten.

 

 

22.04.2016 Bacon Flats Road (mi 300.3) – Grass Valley Creek (mi 320)

Nach einem frühen Aufbruch und ca. 10 km Fussmarsch kamen wir am Vormittag bei den Deep Creek Hotsprings vorbei. Es war etwas surreal, dass es mitten in der Wüste so etwas wie ein natürliches Spa gibt. imageAls wir ankamen hatte es bereits ein paar andere Leute dort, jedoch keine PCT Hiker. Ich wollte gerne baden gehen, doch leider haben wir keine Badesachen dabei und ich hatte keine Lust, dass meine Kleidung nass wird. Dieses Problem löste sich jedoch rasch in Luft auf als sich ein Nacktwanderer zu uns gesellte. Es stellte sich heraus, dass dies einer der wenigen Orte ist an dem Nudisten willkommen seien. Nun gut dachte ich mir und entledigte mich kurzerhand meiner Kleidung und sprang ins warme Nass, nach 4 Tagen ohne Dusche war dies eine angenehme Abwechslung.

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Auf diesem Weg lernte ich auch Eric und Shawn kennen welche mir beide von ihren Reisen in Europa und unter anderem ihrer Liebe zu Luzern erzählten. Klar waren sie hin und weg als ich Ihnen sagte, dass ich dort studiere.

Während wir unsere Füsse wieder mit Pflaster und Tape versorgten hörten wir auf einmal Schüsse. Die anderen Anwesenden kümmerte dies nicht. Wir kamen uns vor wie im Wilden Westen. Auf einem Hügel, von uns aus gut ersichtlich ballerten drei möchtegern Cowboys mit ihren Pistolen auf irgendwelche Gegenstände.

Kurz nach Mittag machten wir uns wieder auf den Weg und machten im Laufe des Tages noch mehrere Male Bekanntschaft mit Wasser als wir einige Flüsse durchqueren mussten. Das viele aus und anziehen der Socken und Schuhe tat unseren bereits geschundenen Füssen nicht gut und es bildeten sich bei uns beiden einige neue Blasen. Trotz allem war es unser Ziel mehr als 30km zu schaffen. Da es sowieso lange Zeit weit und breit kein Zeltplatz hatte, hatten wir keine andere Wahl. Nach 32 Kilometern fanden wir ein Plätzchen und stellten sogleich unser Zelt auf. Kurz darauf wurde es auch schon dunkel und ein starker Wind setzte ein welcher sich durch die ganze Nacht hinzog.

21.04.2016 Holcomb Crossing (mi 293) -Bacon Flats Road (mi 300.3)

Wir machten uns bereits um 7 Uhr auf die Socken, denn heute wollten wir es vom Trail weg nach Cedar Glen und wieder zurück auf den Trail schaffen. Nach 7 km Fussmarsch gelangten wir über eine Brücke nach Splinters Cabin, von wo wir einer langen und steilen Strasse folgten welche uns in die Ortschaft führen sollte. Der Weg war lang, doch zur Abwechslung tauchten immer wieder sehr schöne und offensichtlich selbst zusammengeschusterte Häuser am Strassenrand auf. Mama war hin und weg und wäre am liebsten direkt in eines eingezogen.

Kurz vor Cedar Glen hielt ein Mann für uns an und nahm uns mit. Er stellte sich als Mike vor, hatte lange weisse Haare, trug Latzhosen und fuhr einen uralten Pickup. Er kutschierte uns zu einem Supermarkt etwas ausserhalb und erklärte uns, dass es dort billiger sei als mitten im Örtchen. Netterweise holte er uns nach unserem Shoppingtrip auch wieder dort ab und fuhr uns zurück nach Cedar Glen zu einem Restaurant. Er erzählte uns unterwegs, dass er eigentlich nach Los Angeles wollte, da sein Enkelkind an diesem Tag per Kaiserschnitt zur Welt kommen würde. Da sein Pickup schon über 40 Jahre alt war und immer wieder Probleme machte entschied er sich jedoch dagegen. Generell hatten wir bisher mit Autostopp sehr viel Glück und haben so einige interessante und sehr nette Leute getroffen, doch Mike ist bis jetz unser Liebling 😊

In Cedar Glen verstauten wir unsere Einkäufe in den Rucksäcken und gönnten uns mal wieder eine richtige Mahlzeit im örtlichen Diner.

Danach machten wir uns zu Fuss wieder auf den langen Rückweg zum Trailhead bei Splinters Cabin. Wieder hatten wir Glück und Rich, der Mike’s Zwilling hätte sein können, nahm uns ein Stück mit. Bei Splinters Cabin machten wir abermals eine kurze Pause um Wasser zu filtern. Dann machten wir uns mit gefühlten 10 Kilo mehr auf dem Rücken wieder auf den Weg. Durch das Gewicht auf dem Rücken kamen wir nur noch schleichend vorwärts und die Mücken hatten leichtes Spiel. Bei Bacon Flats Road angekommen, beschlossen wir dort unser Nachtlager aufzuschlagen und hielten unsere geschundenen Füsse in den vorbeifliessenden, kalten Fluss.

PS. Unsere Aussichten auf dem stillen Örtchen hier sind definitiv auch nicht zu verachten.image

20.04.2016 Cougar Crest Trail (mi 276.7) -Holcomb Crossing (mi 293)

Heute sind wir bereits kurz nach 7 Uhr losgelaufen. Wir hatten beide noch keinen Hunger und wollten erst einmal einige Kilometer zurücklegen. Doch irgendwie wollte es nicht so richtig vorwärtsgehen. Der Trail verlief auf einem Höhenzug mit einer wunderschönen  Aussicht auf den Big Bear Lake. Wir beschlossen unser Frühstück bestehend aus einem Proteinriegel, auf einem Baumstamm mit Sicht auf den See,  zu uns zu nehmen. image

Den ganzen Tag gings immer wieder rauf und runter und der Weg führte teilweise über Schottersteine. Ebenfalls hatten  wir heute drei Flussüberquerungen zu bewältigen und etliche Baumstämme die auf dem Pfad lagen zu übersteigen. Dies ergab teilweise köstliche Bilder wie wir mit unseren Rucksäcken unter den Baumstämmen durchkrochen. image

Bereits am frühen Abend kamen wir auf unseren Zeltplatz an. Das Aufstellen unseres Zeltes geht schon recht zügig. Der Zeltplatz lag direkt an einem Fluss und so haben wir unsere geschundenen Füsse noch ein wenig ins kalte Wasser  gestreckt.

Heute  haben wir uns Kartoffelstock und eine Reis/Pastamischung gekocht.

Da wir kein Netz hatten und demzufolge keinen Blogbeitrag schreiben konnten, hörten wir ein Hörspiel auf dem IPod. Der Krimi war schon ziemlich gruslig  aber irgendwann schliefen wir dann doch noch ein.

 

19.04.2016 San Gorgonio Pass (mi 209.5) – Cougar Crest Trail (mi 276.7)

Wir gönnten uns ein ausgiebiges Frühstück im Denny’s gleich neben der Autobahn. Wir warteten dort auch auf unser Taxi welches uns zum Trailhead beim Highway 18 in der Nähe von Big Bear bringen sollte. Leider müssen wir nämlich auf Grund eines Waldbrandes ein Stück des Trails auslassen. Nach knapp 2h Autofahrt und vielen Kurven später standen wir dann auf der Spitze einer langen Hügelkette und machten uns wieder zu Fuss auf den Weg Richtung Norden. Nach 5km legten wir die erste Pause ein und Mama setzte ihren Rucksack prompt mitten in einen Ameisenhügel. Nach einer gefühlten Ewigkeit und einer ziemlich lustigen Tanzeinlage samt Rucksack war auch das letzte Tierchen abgeschüttelt und wir genossen die Sonne 🙂

Der Weg führte uns immer wieder über massive Geröllhalden und wir kamen nur sehr langsam vorwärts. Da wir zudem beide nicht gerade bester Laune waren und etwas unter Schlafmangel litten, fielen die Pausen, welche wir alle 5km einlegten, etwas länger aus als sonst. Nach nur 17km kamen wir an einem Campingplatz vorbei auf welchem es sich bereits drei andere Hiker bequem gemacht hatten und wir überlegten nicht lange und gesellten uns dazu.

18.04.2016 Fuller Ridge T.H. (mi 190)-San Gorgonio Pass (209.5)

Die Nacht war relativ ruhig und wir konnten uns vor der gestrigen anstrengenden Etappe gut erholen. Nach einem kurzen Frühstück bestehend aus Mozarella Sticks und  Roggenschrottbrot, packten wir unser Rucksack und liefen los.

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Wir dachten es würden heute eher lockere 20 mi. Es zeigte sich aber schon bald das dem nicht so sein wird. Der Pfad forderte höchste Konzentration. Obwohl meistens  abwärts forderte es unsere Füsse sehr. Einerseits war der Pfad voller Hindernisse anderseits zum Teil auch noch schräg abfallend. Ein Moment der Unachtsamkeit und ich stürzte. Ich hatte Glück,  ausser ein aufgeschlagenes Knie kam ich mit dem Schrecken davon.image.jpeg

Immer wieder blieben wir stehen und waren fasziniert von den landschaftlichen Gegensätze. Hinter unserem Rücken befanden sich die Schneeberge und vor uns lagen kahle dünenartige unendlich viele Berghügel. Sah irgendwie surreal aus.image

Wir hatten heute mit dem Wasser ziemlich knapp kalkuliert. Wir waren buchstäblich leer als wir endlich Wasser auftanken konnten. Noch selten habe ich mich so gefreut eine Wasserstaion zu sehen. Die Hitze war heute auch extrem. Überhaupt die Temepraurunterschiede innerhalb eines Tages können enorm sein.

Endlich am tiefsten Punkt der heutigen Etappe angekommen, mussten wir noch 7 km in das nächste kleine Oertchen laufen. Diese hatten es in sich. Der Pfad war mit Sand ausgebildet und voll der brütenden Hitze ausgesetzt. Mit jedem Schritt versank man und glaubte nicht vorwärts zu kommen.

Irgendwann haben wir es dann doch noch geschafft. Morgen müssen wir irgendwie nach Big Bear kommen. Wir müssen ein Teil des Trails umgehen bzw auslassen da dieser infolge Waldbrand gesperrt ist.

Das Highlight des Tages war, dass wir die 200 Meilen Marke überschritten haben.image

17.04.2016 Idyllwild – Fuller Ridge T.H. (mi 190)

Wir liessen uns das Frühstück in der Lodge nochmals richtig schmecken. Danach packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns wieder auf in die Wildnis. Zuerst mussten wir eine Weile lang der Strasse folgen und dann auf einen Nebentrail des PCT abbiegen. Der Trail war extrem steinig und schlecht gekennzeichnet. Bei Strawberry Junction kreuzte der Weg den PCT und wir waren wieder auf Kurs. imageDer Trail war eher ein Hindernisparcours als ein Wanderweg. Immer wieder lagen Baumstämme quer über dem Trail und der Weg war zum grössten Teil von Schneefeldern bedeckt.

 

Durch diese Hindernisse kamen wir nur sehr langsam voran. Zudem merkten wir am späten Nachmittag, dass wir uns wohl mit den Meilen etwas verschätzt haben. Da man unterwegs nirgends Campen konnte mussten wir uns mächtig ins Zeug legen um vor dem Eindunkeln zum Zeltplatz zu gelangen. Um 19:00 hatten wir es dann endlich geschafft. Auf dem Zeltplatz hatte es noch ein paar andere Hiker und einer war sogar so nett uns 2 Liter Wasser abzugeben, damit wir morgen nicht 2km hin und zurück zur Wasserstelle zurücklegen müssen.

Zudem trugen wir heute das erste Mal unsere Sandmanchetten mit den obligatorischen Essensmotiven 🍗🍖🍩🍪