22.02 Christchurch- Hanmer Springs

Um 10 Uhr konnten wir am Flughafen unser Transfercar Auto entgegen nehmen und losdüsen. Wir entschieden uns vorerst der Ostküste entlang bis nach Kaikoura zu fahren. Kaikoura ist bekannt für den Ökotourismus. 403CF158-459D-43FE-8575-6FDE372DB075Nach einer kurzen Besichtigung des Küstenörtchen entschieden wir uns für die Route über den Lewis Pass Richtung Picton. Etliche Gebirgshügel und km später durquerten wir noch immer nichts ausser Natur pur….686FE75C-9313-44DB-9DE1-C0CA9B39D6B3 … und ab und zu eine Rinder/ Schafherde oder ein Schafshirt mit seinen Hunden im Anhänger. 95F3253F-F1E2-4082-AC3F-0EF283CD8D4CDie Südinsel weist 1.038.300 Einwohner, verteilt auf eine Fläche von 150.437 km2, auf. Dies entspricht 6.9 Einw./ km2. Also kein Wunder fahren wir stundenlang durch unbewohntes Terrain.

Da wir am späteren Nachmittag Lust bekamen wieder einmal in Hot Springs zu baden fuhren wir bis Hanmer Springs. Die diversen Hot Spring Becken wiesen eine Temperatur von 32 bis 42 Grad auf. Knapp 2 Stunden später und sichtlich überhitzt stiegen wir aus dem letzten Becken. Als wir zu unserem Auto liefen hörten wir  lautes Autogehupe. Da erblickten wir jede Menge Oldtimerautos. Einer schöner als der andere. Was war denn da los…Es stellte sich heraus, dass alle die in Hanmer Springs ansässig waren an diesem Abend Ihre Oldtimer ausführten und für Interessierte, insbesonders den Kindern, eine Runde ums Dorf ermöglichten.

Bald dunkelte es ein und wir hatten noch keinen Schlafplatz. Daher setzten wir uns in unseren fahrbaren Untersatz und fuhren ausserhalb von Hanmer Springs an einen Fluss. Wir richteten unser Nachtlager gemütlich im Kofferraum ein und schauten wohlig eingepackt in unseren Schlafsäcken zum Sternenhimmel.

20.02-21.02 Christchurch

Nach zwei kurzweiligen Flügen mit Zwischenstopp in Bristbane sind wir wieder auf neuseeländischem Boden gelandet. 4DC8C2D3-A7E1-43B0-9A06-5B1CF586F2BCChristchurch scheint mittlerweile zu unserem Dreh und Angelpunkt zu werden…

Am späteren Nachmittag sind wir wiederum in unsere „Raumschiffpods“ eingezogen. Bereits in Bali haben wir uns ausgiebig mit dem weiteren Verlauf unseres Aufenthalts in Neuseeland auseinandergesetzt. Die verbleibende  Zeit wird nie und nimmer reichen um den restlichen Te Ararora Trail zu absolvieren. Auch sind wir von den bisherigen Trailabschnitten die wir absolviert haben nicht immer sonderlich begeistert gewesen. Vielfach war es ein mühsames Suchen und fast kein Durchkommen und Vorankommen. Der Spassfaktor blieb oft auf der Strecke.

In Neuseeland gibt es die Möglichkeit mit Transfercar ein Auto gratis zu übernehmen und an den ursprünglichen Abholort des Vormieters zurückzuführen. So haben wir uns kurzfristig entschlossen ein Auto von Christchurch nach Picton zu transferieren. In der Nähe von Picton befindet sich der Einstieg in den Queen Charlotte Track, der ein Bestandteil des Te Araroa Trails wäre. Dieser Trail ist einer der 10  Great Hikes on the South Island of New Zealand.

Doch heute wollten wir nun endlich Christchurch auch von der kulturellen Seite her kennenlernen. Wir besuchten das Quake Museum und erfuhren was sich beim grossen Beben vom 22.02.2010 in der Stadt abgespielt hat.

Generell wurden bei diesem Beben ältere historische Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen. E9EF2B7F-A953-42E1-8353-A3C2280E66AFEin Teil der Ausstellung zeigte Kurzinterviews mit Betroffenen, diese waren äusserst bewegend. Es fanden sich auch ein paar amüsante Stories darunter, eine davon war jene eines Polizisten der mit Gefangenen aus der Polizeistation fliehen musste und spontane Freilassungen genehmigte. Morgen jährt sich das grosse Beben zum achten Mal und die Stadt wird dafür kurzzeitig Stillstehen. Die Auswirkungen des Bebens sind auch heute noch zu sehen…ADA66921-268A-4EC1-9212-58D66C97ABA2

Danach gings einmal quer durch die Stadt.

Wir erblickten am Fluss zwei junge Leute die Brotstückchen auf ein Holzstäbchen aufspiessten und ins Wasser hielten. Demi konnte fast nicht glauben was Sie da zu sehen bekam. Etliche Aale stritten sich um die Brotstückchen. E5136612-5A94-4D83-94B9-DE9A30B3C1CEWeiter gings in den botanischen Garten. Die unterschiedliche Fauna hier in Neuseeland ist atemberaubend.

Ach ja und dann hatten wir noch ein riesen Derby mit unserem Postpaket in dem unsere Trailutensilien während unserem Baliaufenthalt gelagert waren. Aufeinmal war das Paket wie vom Erdboden verschluckt… Nach einigen Telefonaten durch Demi konnten wir dieses in einem Postlager ausserhalb von Christchurch ausfindig machen. Nochmals Glück gehabt 😃

 

 

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10.02 – 19.02 Anvaya Beach Resort Kuta

Für die zweite Hälfte unserer Trailpause checkten wir in eine wunderschöne Hotelanlage nahe des Flughafens ein. Einerseits genossen wir die Zeit hier sehr, andererseits hätten wir uns nicht mehr fehl am Platz vorkommen können. Eigentlich sollten wir doch stinkend und dreckig durch die Wildnis Neuseelands marschieren, doch nun sassen wir da am Pool unserer fünf Sterne Unterkunft und spielten Brathähnchen. BBE3B0BE-D8E2-4520-BCD3-04E7E6259E3AUnsere Tage bestanden vor allem aus planschen und sonnen.4459E813-9615-4C13-BAAC-ABED01A9ABE7 Am Samstag wagten wir uns einen Tag lang aus der Anlage und standen 3h lang im Stau um noch einmal nach Ubud zu kommen. Dank des Staus wurden wir jedoch auf eine besprayte Abtrennung aufmerksam die uns zum schmunzeln brachte. Die Heimat ist näher als gedacht. 5CB8B585-90E4-4265-BC79-0E1073B1342FDort gingen wir fein essen und statteten dem Monkey Forrest einen Besuch ab, da Mama diesen unbedingt noch erleben wollte. 30A5849F-D68A-4248-99B5-C7CEE5E8D684

Ausserdem wollte sie auch unbedingt noch eine Fischmassage ausprobieren. Glücklicherweise machten wir uns erst danach über die Gesundheitsrisiken schlau, sonst hätten wir es wohl sein lassen…79CE96CC-BA21-421E-878B-1DBED67DE7E4 Hie und da zog es uns auch nach Seminyak und Kuta um das eine oder andere Café aufzustöbern welches ich noch auf meiner „must-taste“-Liste hatte.

Etwa ab der Hälfte unseres Aufenthalts konnten wir spüren wie unsere Körper herunterfuhren. Obwohl wir regelmässig das Hotelgym nutzten, wurden wir immer fauler. Die letzten beiden Tage waren dann tragischerweise eher eine Qual als eine Wohltat, wir sind definitiv wieder bereit für etwas mehr Action und freuen uns nach  Neuseeland zurückzukehren.D9F6E24E-7967-41C6-B7A5-761E97B65EB4

04.02-10.02 Mondo Surf Village, Canggu

Statt um 7 Uhr morgens loszulaufen, liegen/sitzen wir nun jeden Morgen und Abend ausgestreckt oder im Schneidersitz auf einer Yogamatte. Wir lauschen den Worten unserer Yogalehrerin unter einem mit Stroh überdachten Pavillon. AC69926F-7223-4805-9622-F9C328B54328Danach gehts los mit teilweise körperlichen Verrenkungen die es in sich haben. Bei Demi zahlt sich der jahrelange Balletunterricht sichtbar aus. Ihre Beweglichkeit ist unglaublich. Erstaunlicherweise gewöhnten wir uns schnell an die verschiedenen Yogatechniken wie z.B. Ashtanga, Hatha oder Chi. Kurzum, angestrebt wird bei Yoga eine verbesserte Vitalität und gleichzeitig eine Haltung der inneren Gelassenheit. Das schadet sicherlich nicht:-)

Anschliessend wird jeweils gefrühstückt. Wir hatten jeden Morgen die Qual der Wahl zwischen Früchte Bowls, Käsetoast, Pancakes oder Eier mit Speck.88CD5834-770D-4473-A1B2-D5AF28B10723

Da sich unser Resort ein wenig abseits des Strandes befand, waren die Surflehrer gleichzeitig unsere Taxichauffeure ans Meer. Die Hinfahrt durch das unglaubliche Strassenlabyrinth war ja schon ein Highlight für sich. Für uns Schweizer wären solch enge kurvige Strassen undenkbar. Die Gassen durch enge Häuserschluchten werden gleichzeitig von Scooter, freilaufenden Hunden und Fussgängern genutzt.

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Während Demi draussen im Meer auf die perfekte Welle wartete, watete ich im Salzwasser hin und her. Meine Füsse erholten sich bereits in den ersten Tagen sehr gut, jedenfalls fühlten sich diese wieder wie Füsse an. 97DFAEE9-C676-42E2-AD3D-F791231775387007F3E0-61E5-4694-8EE1-5828FEF0B8D0

ADE67793-CE2D-4DCB-9C17-E07F42855545Jeden Abend organiserten wir uns einen Fahrer und klapperten Demi‘s „Instagram Foodlist“ ab. Das Essen in Bali ist einfach unglaublich gut und meistens auch noch äusserst gesund.

 

Mitte Woche entschlossen wir uns für einen Tag einen Fahrer zu mieten und in der näheren Umgebung Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Da durften natürlich Tempelbesichtungen nicht fehlen. Bei dem ersten Tempel waren wir am Eingang über die Regel, dass der Zutritt für Frauen während Ihrer Menstruation  verboten sei, dann doch etwas erstaunt. Wir bekamen einen Sarong (langer Rock) umgelegt. Die meisten Balinesen bekennen sich zur Hindu- Dharma – Religion der baliniesischen Glaubensform des Hinduismus.

Was auch auffallend in Bali ist, sind die unzähligen kleinen Schalen die überrall vor den Häusern, Läden in Autos usw. stehen. Es sind meist aus Palmblättern geflochtene kleine Körbchen und enthalten Blumen, Salz, kleingehackte Früchte, Gewürze u.v.m. Diese Opfergaben sind ein tägliches Ritual. Im Gegenzug erwarten die Menschen natürlich Schutz und eine reiche Ernte.9BB47E67-9B78-4891-98BC-EF98E8EB4675

Ebenfalls besuchten wir das Städtchen Ubud im Hochland von Bali. Ubud ist als Zentrum für traditionelles Handwerk und Tanz bekannt. Ubuds Restaurant-Szene ist absolut einzigartig. Unzählige kleine Restaurants mit ausgefallener Einrichtung und nicht alltäglicher Küche. Wir waren uns einig, dass wir nächste Woche, vor unsere Rückreise nach Neuseeland nochmals nach Ubud zurückkehren werden.

Die Tage flogen nur so dahin, jeden Abend bot sich uns ein Farbspektakel am Himmel zum niederknien.50E20404-CE97-46E2-9A6C-8733B808139E Ein Spektakel anderer Art bot sich uns jeweils mitten in der Nacht. Anfangs hatten wir den Verdacht das sich ein Vogel in unserer Klimanlage eingenistet hatte. Das laute Gekreische war beängstigend. Bis uns mitgeteilt wurde, das diese Geräusche von den Geckos verursacht werden. Geckos gibt es sehr viele in Bali und die männlichen Geckos sind kleine Schreihälse. Da wir in unserem Appartement einige Geckos als Mitbewohner hatten wurden wir nächtlich von diesen Gesellen unterhalten. Aber ansonsten waren sie nette Mitbewohner vor denen wirklich niemand Angst haben muss.

In dieser Woche absolvierte Demi mit zwei anderen Gästen auch noch einen Ausflug auf den Mount Batur. Morgens um 2.30 Uhr gings los. Der Mount Batur ist der höchste Vulkankrater Balis. Bei der Rückreise gönnten Sie sich noch eine Pause in einer natürlichen heissen Quelle.

Die 7 Tage im Mondo Resort vergingen rasend schnell. Wir können uns beide gut vorstellen, dass wir das Yoga- Training als Ausgleich zu unseren Ausdauersportarten in der Schweiz fortsetzen werden. Meine Füsse fühlen sich wieder gut an. Ziel erreicht!

Nun gehts für die nächsten Tagen nach Kuta in ein Beach Hotel.

 

 

01.02-03.02 Christchurch

 

Unsere drei Tage in Christchurch verbrachten wir im Jucy Snooze direkt neben dem Flughafen. Als wir unsere, stark an Raumschiffe erinnernden, Pods bezogen hatten, 6311CD66-711A-4740-B95D-947881130B17statteten wir erst einmal dem lokalen Röntgenzentrum einen Besuch ab. Es stellte sich heraus, dass es wohl ‚nur‘ die Bänder sind die Mama solche Probleme bereiten. Obwohl auch das etwas Zeit braucht um zu heilen, waren wir beruhigt. Nun konnten wir uns auf die Bali Reise vorbereiten. Da dieser Abstecher nicht geplant war mussten wir uns eine ganze Garderobe zulegen -.- Wir besorgten uns kurze Hosen, T-Shirts und ein Kleidchen. Bikinis hatten wir glücklicherweise schon dabei. Mama schonte dabei ihre Füsse so gut wie es ging. Nach dem Einkauf gönnten wir uns eine kleine Pause in einem der cool gestylten Café‘s in Christchurch.136CEA25-1947-4A31-BF1C-80E96BEA9EFD Wir freuten uns sehr als am 3.2 um 4 Uhr der Wecker klingelte uns wir uns auf zum Flughafen machen konnten. Der erste Flieger brachte uns nach Brisbane, das erste mal in Australien hatten wir uns eigentlich anders vorgestellt..CDB70CEE-52D0-4A05-876D-CB8954324185. Nach drei Stunden ging es dann auch schon weiter auf einen 6 stündigen Flug nach Denpasar. 7F0CDBC4-FEB2-4DE7-A2C6-4471520C8ECEDort mussten wir erst einmal im Gewusel am Flughafen unter hunderten von Fahrern unseren ausfindig machen. Nachdem wir fündig geworden waren stürzten wir uns von den Menschenmassen am Flughafen in die Automassen auf den Strassen. Nach einer gut einstündigen Fahrt von Denpasar nach Canggu, kamen wir einer kleinen Oase namens Mondo Surf and Lifestyle Village an und bezogen unser Heim für die nächsten 8 Tage.

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31.01 Twizel – Lake Tekapo

Auf diesen Tag haben wir uns beide sehr gefreut! Endlich wieder etwas Bewegung! Dieser Abschnitt ist berühmt für die lange flache Strecke entlang eines Kanals, deshalb hatten wir beschlossen diese 54km nach Twizel mit dem Fahrrad zurückzulegen. Wir konnten unsere Rucksäcke morgens um 08:00 Uhr gegen Bikes eintauschen und uns in den Sattel schwingen. Kaum aus Twizel raus hatten wir eine wunderbare Sicht auf den berühmten Mt. Cook. 559F3BC2-CA98-4847-A244-C573105368533C8A7A7B-EDB7-4092-A066-BFA1AE4239B8Nach etwa 15km erreichten wir den türkis leuchtenden Lake Pukaki und gönnten uns eine Pause. Der Ausblick war wunderschön. 98D82997-A81E-4542-B40A-745318770CD7D2C6A064-7C5C-46A4-908A-16BDDB3E36ABDanach führte der Weg einige Kilometer am Seeufer entlang, bis er nach rechts abbog und steil zum Kanal hin anstieg. In diesem Abschnitt wurde uns bewusst, dass wir dann auf dem GDMBR noch ziemlich leiden werden… Oben angekommen brannten uns ganz schön die Beine. Von nun an gings jedoch nur noch geradeaus. A215FA08-0EDD-449D-915D-E70B9FEC94D599C1E673-E1ED-4C21-9808-18D12AA2EAB2Es war richtig heiss und wir waren froh mussten wir in dieser Hitze nicht laufen. Nach ca. 4h kamen wir dann viel zu früh in Lake Tekapo an, wir hatten uns zeitlich ziemlich verschätzt… Naja, wir hatten so wenigstens genügend Zeit eine Unterkunft zu finden unD mit dem Fahrrad  die Church of the good Sheperd besuchen. BB47CF15-B61E-432C-8768-72948D207E57Um 18Uhr durften wir unsere fahrbaren Untersätze dann wieder gegen die Rucksäcke eintauschen. Wir freuen uns nach diesem Tag nur noch mehr auf unser zweirädriges Abenteuer in den USA von Mai bis August!

28.01-30.01 Twizel

Unsere drei Tage in Twizel lassen sich gut in einem Begriff zusammenfassen: heiss! Das Thermometer zeigte jeden Tag mindestens 30 Grad Celsius an. Am ersten Tag war das noch relativ egal, da wir ein klimatisiertes Zimmer hatten. Am 2. und 3. Tag hatten wir jedoch in einem Backpackers eingecheckt, welches gelinde gesagt ‚einfach‘ ausgestattet war und einer Sauna sehr nahe kam. Wir verbrachten diese drei Tage aber nicht einfach zum Spass in diesem Kaff, ganz im Gegenteil. Mama hatte schon seit langem starke Schmerzen in den Füssen, aus diesem Grund beschlossen wir einen Doktor aufzusuchen. Dieser teilte ihr mit, dass es sich wohl um eine Stressfraktur handle und sie den Fuss dringend schonen sollte. Für uns war das erst einmal ein Schlag ins Gesicht, aber wir wollten optimistisch bleiben und das beste daraus machen. Da der Arzt uns gesagt hat, dass wir zur Sicherheit eine Röntgenaufnahme machen sollten, mussten wir so oder so so bald wie möglich nach Christchurch um dies zu tun. Also entschlossen wir nach den drei Tagen wie geplant mit dem Fahrrad nach Lake Tekapo zu fahren. Von da aus wollten wir dann ein Bus nach Christchurch nehmen. Wir hatten uns nach dem Arzttermin in Twizel in einem Café darüber unterhalten wie unsere Optionen denn nun aussehen. Nach einigem hin und her buchten wir uns dann um 11 Uhr Nachts einen Flug nach Bali. Wir werden dort 16 Tage surfen, Yoga machen und relaxen. Das Ziel ist es, danach wieder nach Neuseeland zurück zu kehren und dort auf dem Trail weiter zu machen wo wir aufgehört haben.

27.01 Omarama-Twizel

Omarama bedeutete für uns nur eine kurze Zwischenstation nach Twitzel. Wir fanden auf einem Campingplatz eine Uebernachtungsmöglichkeit. Mittlerweile spitzt sich die Situation mit meinen schmerzenden stark angeschwollenen Fussgelenken zu und an ein Weiterlaufen ist momentan nicht zu denken. Am anderen Morgen fanden wir ziemlich schnell eine Mitfahrgelegenheit mit einem älteren australischen Pärchen. Dieses erzählte von einem absolvierten Helikopterflug auf einem nahegelegenen Gletscher. Anscheinend schlug das Wetter rasant um und es sah so aus, dass kein Rückflug mehr möglich war. Für diesen Ausnahmefall hätten sie bis ans untere Ende des Gletschers laufen müssen. Dort wäre eine Hütte mit  Essensvorräten für mehrere Tagen, für solche Notfälle, vorhanden gewesen. Es kam dann glücklicherweise nicht so weit. Der Heli konnte am späteren Nachmittag wieder fliegen.

In Twitzel angelangt hatten wir Glück und erwischten das allerletzte Motelzimmer. Obwohl der Ort wirklich klein war befand sich unmittelbar vis à vis ein Medical Center. Ich werde Morgen in diesem Center einen Besuch abstatten um Klarheit zu kriegen und auch planen zu können wie weiter.

26.01 Top Timaru Hut – Car Park – Omarama km 481-504

Nach einer eher stickigen, schwülen Nacht begrüssten uns vor der Hütte bereits tausende Sandfliegen. b6af43bd-63d7-4f2b-b8cc-c7f26d2cf0727642e386-06f6-4bd7-88a4-1f8f5ab4c79eDiese Biester sind wahnsinnig hartnäckig und haben mit uns kein Erbarmen. So schauten wir, dass wir so zügig wie möglich wegkamen. Doch bei meinen anhaltenden Fussproblemen gestalteten sich die ersten paar Meter als ziemliche Herausforderung. 00c3a541-a80f-48f5-bd97-f7d4ee8936d2Auch Heute galt es einige Höhenmeter im hochalpinen Gebirge zu absolvieren. Das Höhenprofil war jedoch um einiges angenehmer zu bewältigen als jeweils die ruppigen Steigungen im Wald. Das Wetter zeigte sich wie bei uns machmal im April. So waren wir mehr oder weniger den ganzen Tag abwechselnd mit Regenjacke bzw.  Multifunktionsjacke an- und abziehen beschäftigt.dc2c60a2-fcb1-4c90-8d35-cedd348f09d1 a0981c2a-ac93-4dcc-a7c3-2351dc00634d9af3d2de-7d14-4d6f-ae19-2d5812ad7632Begegnungen mit anderen Thru Hiker hatten wir Heute nur ganz wenige. Doch wir sahen Heute von weitem ein Hirsch oder ähnliches. Wir wurden schon fast euphorisch. Hier in Neuseeland sahen wir bisher einzig Wildhasen und verschiedenste Vogelarten, Rinder sowie tausende von Schafen und nicht zu vergessen die unermüdlichen Sandfliegen.

Die stundenlagen Märsche durch Wälder so ohne irgendein Geräusch und knacksen im Unterholz kommen uns irgendwie gespenstisch vor. Dies war auf dem PCT ganz und gar anders. Ab und zu ein Bär oder Hirsche, Rehe usw. wäre schon schön.

Auch Heute kamen wir nicht umhin uns 5 Rivercrossings zu stellen. Wir handhaben es so, dass wir jeweils die Schuhe wechseln. Dies benötigt natürlich entsprechend Zeit, dafür haben wir die trockene Füsse. Die Flussdurchquerungen in Neuseeland sind um einiges anspruchsvoller als auf dem Pacific Crest Trail. Die Strömungen sind zwar unterschiedlich stark, doch teilweise nicht zu unterschätzen. Wir hatten davon Kenntnis und haben uns daher entschlossen nicht mit Crocs, sondern mit gut sitzenden Schuhen die Flussdurchquerungen zu absolvieren. Bis jetzt hat sich dies absolut als richtiger Entscheid ausbezahlt.a09ac28b-bc19-4202-a31a-7bb7e6a95434

Wir haben in Erfahrung gebracht, dass am nächsten Tag eine sehr schwierige Flussüberquerung anstehen würde. Bis zur Hüfte und starke Strömung. Die Empfehlung wäre diese zu Umgehen. Aufgrund diesem Tatbestand und meinen Füssen entschieden wir uns nach Omarama auszuweichen. Am Car Park im Niemandsland angelangt  und natürlich ohne Aussicht auf eine Mitfahrgelegenheit, stellten wir uns auf einen 10km Marsch auf einer Schotterstrasse Richtung Hauptstrasse ein. Die Wolkenbildungen am Himmel waren mystisch und faszinierend zugleich.

Schon einige Zeit marschiert sahen wir weit hinten am Horizont eine Staubwolke in unsere Richtung kommen. Schon fast wie eine Fata Morgana. Tatsächlich handelte es sich um ein Auto und wir konnten bis zur Hauptstrasse mitfahren. Uff, waren wir froh. An der Hauptstrasse angelangt, mussten wir etwas Geduld aufbringen bis ein Jaguarfahrer mit nobler Innenausstattung, uns zwei, nicht mehr alltagstauglich riechende Mädels, in das 30 km entfernte Omarama mitnahm. Dort angelangt humpelte ich buchstäblich auf den Campingplatz. Morgen geht es weiter nach Twizel.