10.04 – 11.04 Christchurch- Singapur- Zürich

Als um 6 Uhr Tagwache war, wussten wir, dass eine lange Reise vor uns liegen würde. Wir checkten endgültig zum letzten Mal aus dem Jucy Snooze aus und gingen nach draussen um auf unser Uber zu warten. Wir wurden von einem wunderschönen, vom Sonnenaufgang rosa gefärbten Himmel empfangen.9E7B4F8E-199A-48E9-9CC3-749A65FBE559

Nach einer kurzen Fahrt standen wir auch schon am Check in der Singapore Airlines. Die Zeit zur Heimreise ist gekommen.

Als der Flieger in Christchurch vom Boden abhob war ich froh nun nach Hause zu reisen. Ich habe die Zeit in Neuseeland zwar genossen und möchte sie keinesfalls missen, doch es kam keine Wehmut auf, als wir das Land nach drei abenteuerlichen Monaten verliessen. Der Flug nach Singapur nutzten Mama und ich um einen Filmemarathon zu absolvieren. Das tolle bei Singapore Airlines ist, dass viele Filme schon kurz nach ihrer Ausstrahlung im Kino gezeigt werden. Man kann also immer das Neueste vom Neuesten schauen. In Singapur erwartete uns zum Glück nur eine fünfstündiger Aufenthalt, der dementsprechend schnell vorüber war. 78BF8392-B5B7-42D9-B4E1-006925989F16Als wir am Gate der Maschine sassen die uns nach Zürich bringen würde, wunderten wir uns während des Boardings über die riesige Masse an Leuten die in diesen Flieger wollten. Wo sollen die nur alle hin fragten wir uns… Schlussendlich war der Flieger voll bepackt und alle hatten ihren Platz gefunden. Ich stellte mich auf einen ruhigen Flug mit möglichst viel Schlaf ein. Kurz nach dem Start musste ich jedoch einsehen, dass dies wohl ein Wunschtraum bleiben würde. Die Maschine ruckelte 13h bis zur Landung in Zürich durch. Naja, immerhin kamen wir in einem Stück wieder auf dem Boden an. Unser Gepäck hatten wir 30min nach der Landung auch schon eingesammelt. Nach einem kurzen Boxenstopp in der Migros gings per Zug weiter nach Steinhausen, wo es nach einer Dusche auch schon wieder ans umpacken für die nächste Reise in drei Wochen ging. Wir freuen uns und hoffen, dass du als Leser uns auch dort bei unserem Abenteuer begleiten wirst.4F1FDFD5-209A-418A-BE68-65C683F13AA0

09.04 Christchurch

Unser letzter Tag in Neuseeland ist angebrochen. Wir beschlossen es uns noch einmal richtig gut gehen zu lassen. Den Vormittag verbrachten wir schlendernd inkl. Besichtigung wiederholter Aalfütterung74292593-EA10-4CCE-AE00-5F20BC0DAAD6 und Iced Chai schlürfend in Downtown Christchurch. 592A2B80-193C-458E-83A1-5BC9C57D5206Mama wollte vor der Heimreise noch ihre Haare auf Vordermann bringen, also buchte sie sich einen Termin in einem herzigen kleinen Salon in der Stadt. Ich beschloss kurzerhand auch einen Termin auszumachen und entschied mich spontan meine Haare braun färben zu lassen. Ein wenig Abwechslung hat noch niemandem geschadet. 3h später verliessen wir frisch frisiert den Shop und machten uns auf den Rückweg zum Hostel. Wir kochten uns noch einmal ein leckeres Abendessen und gingen früh zu Bett, im Wissen, dass wir danach wohl 32h nicht mehr wirklich zum Schlafen kommen werden.

08.04 Kaikoura – Christchurch

Da wir bis 14 Uhr unser Auto in Christchurch abgeben mussten fuhren wir zeitig los. Wir genossen nochmals die schöne Strassenführung des Highway 1 der Küste entlang bevor sich die Strasse ins Landesinnere schlängelte. Plötzlich fanden wir uns anlässlich einer ansteigenden Strasse hinter einem Pick up wieder. Bei genauerem Hinschauen erschraken wir dann doch ein wenig ob dessen Fracht. Welch ein Durcheinander von toten Wildtieren. Da es keine Möglichkeit gab zu Überholen mussten wir eine gefühlte Ewigkeit mit den raushängenden Köpfen und Beinen Vorlieb nehmen.

Wir schafften es dann doch noch rechtzeitig nach Christchurch. Es reichte sogar noch für einen letzten Schwimmbadbesuch bevor wir das Auto wohlbehalten in der Nähe des Flughafen ablieferten. Wir begaben uns nun abermals, wenn auch entgültig zum letzten  Mal für 2 Nächte ins Jucy Snooze beim Flughafen und bezogen unsere Raumkapsel.

07.04 Wellington- Picton-Kaikoura

Heute Morgen gings einmal quer durch Wellington in Richtung Flughafen wo wir unser Auto wieder abgeben durften. 6C42859C-1FAA-4909-B653-0618B7E77BDADanach bestellten wir über das Uber App einen Fahrer der uns zur Fähre chauffierte. AD8DB49F-37F9-4F8F-A699-EB1263D73432Das klappte wie meistens alles einwandfrei und so waren wir viel zu früh an der Anlegestelle angelangt. Während der Wartezeit nahmen wir die eine und andere Optimierungsarbeit an unserem Gepäck vor. DBFE2303-43AF-4AF0-AF15-7B1B17D30085Diesmal war die Überfahrt auf die Südinsel ziemlich ruppig. Das Meer war  unruhig und entsprechend schaukelte die Fähre. Ich versuchte das kurze Stück von unserer Sitzgelegenheit zu einem Abfallbehälter ohne Festhalten und in einer geraden Linie zu gehen. Keine Chance, ich war froh, dass ich mich torkelnd zwischen den einzelnen Passagieren einigermassen durchkämpfen konnte und auf meinen Platz zurückfand.

Nach etwas über 3 Stunden hatten wir es geschafft und waren froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. In Picton erwartete uns ein kostenloses Mietauto das wir innerhalb   24 Std in Christchurch abliefern sollten. Es stellte sich dann heraus, dass es sich um ein kleineres Auto handelte. Uff, das könnte sehr eng werden mit im Auto nächtigen. Mal schauen…

Wir fuhren also einmal mehr Richtung Christchurch los. In Blenheim hielten wir für einen Zwischenstopp inkl. Schwumm im ortsansässigem Hallenbad an. Wir staunten nicht schlecht, als mitten im Schwimmbad eine Kinderparty stattfand. Zwischen den einzelnen Becken stand ein riesiger Tisch mit einem noch gigantischerem Geburtstagskuchen und alles was so dazugehört. Ins Wasser springen lag nicht drin da ansonsten die Gästeschar plitschnass geworden wäre.

Nass wurde es jetzt aber vom Himmel, es regnete buchstäblich Bindfäden. Mittlerweile mussten wir auch noch feststellen, dass wir unmöglich im Auto schlafen konnten. Der Umbau des Autos zu einer zumutbaren Schlafsituation liess unser Modell nicht zu. Also hielten wir Ausschau nach einem Backpacker Hostel und wurden schliesslich in Kaikoura fündig.

 

4.04 – 07.04 Wellington

Die nächsten 3 Nächte werden die ersten sein die wir wieder in einem Bett verbringen seit wir Wellington vor 3 Wochen verlassen haben. Ausserdem werden es auch die ersten Nächte sein, die jeder von uns alleine in einem Zimmer verbringt seit wir die Schweiz letztes Jahr verlassen hatten. Das Einzige was wir am ersten Tag in Wellington noch zu Stande brachten war einzukaufen und uns etwas warmes zum Abendessen zuzubereiten. Es gab Reis und Gemüse, wie wir das vermisst haben! Wir verzogen uns schon früh in unsere Zimmer, 3 Wochen konstant auf Achse gingen nicht spurlos an uns vorbei. Die Müdigkeit zog sich durch unseren dreitägigen Aufenthalt hindurch. Glücklicherweise war das Wetter konstant katastrophal, sodass wir wenigstens kein schlechtes Gewissen haben mussten wenn wir faul in der Wohnung herum lagen.6E5701C4-02E7-4F9F-83C7-BA0515330889 Am zweiten Tag ging ich morgens noch joggen bevor der Regen einsetzte, danach machten wir uns auf in die Stadt. Es war extrem windig, wir verstanden nun woher die Stadt ihren Ruf als windigste Metropole Neuseelands hat. Wir setzten uns in unsere lieblings Eisdiele und warteten das schlechte Wetter etwas ab. Darauf verzogen wir uns wieder in unsere Höhle und schauten Filme auf Netflix. Am darauffolgenden Tag ging Mama schwimmen, während ich mich in der Stadt nach einem Geschenk für unsere Gastgeber umschaute. Wir trafen uns 2h später wieder zum Eis essen, das durfte natürlich nicht fehlen. Am Abend packten wir unsere sieben Sachen zusammen und bekamen noch Besuch von Markus, unserem Gastgeber. Wir berichteten ihm von unseren Abenteuern und bedankten uns nochmals, dass wir die Wohnung nutzen durften. Wir machten schon früh die Lichter aus, denn morgen werden wir die 9 Uhr Fähre zurück auf die Südinsel nehmen und müssen zuvor noch unseren Mietwagen abgeben.

04.04 Levin- Wellington

Da wir gestern schneller als gedacht das Tongariro Crossing absolviert hatten, fuhren wir am späteren Nachmittag noch weiter Richtung Levin. 9A341AE0-E82D-41C1-8759-1CD7C411B87CFCB0F073-7E87-4829-BBD5-DE08C76E4521

Heute gings entlang einer wunderschönen Strecke Richtung Wellington weiter.

In einem kleinen Örtchen erblickten wir dieses wirklich aussergewöhnlich, kreativ gestaltete Visitorcenter.5BCD8D33-1B3C-473E-86B6-65F602658348

Weshalb wir etwas später von der Hauptstrasse auf ein Rastplatz  einbogen weiss ich jetzt nicht mehr genau. Kaum hielten wir an, war unser Auto von Hühnern umgeben. Das kann doch nicht sein, dachten wir uns. Aber tatsächlich, auch hier schien es ein massiver Überfluss an ausgesetzten Hühner zu geben. Demi musste mich zwischen den Hühner wieder auf die Strasse lotsen. Ich wollte auf keinen Fall einem Federvieh das Leben nehmen.B526ED84-24C7-4A8E-BD07-D4564291F409

 

Um die Mittagszeit befanden  wir uns bereits schon kurz vor Wellington. Wir entschieden uns nochmals Schwimmen zu gehen, sonst würde uns ja was fehlen😀

Bevor wir unsere Wohnung in Hanglage bei Wellington bezogen, 56958D28-4F17-46F7-A844-98828BD154C1gingen wir noch frische Lebensmittel einkaufen. Jetzt wurde uns klar weshalb Wellington den Beinamen „Windiges Wellington“ hat. Unglaublich dieser extrem starke Wind der durch die Strassen zog. Es war der reinste Kampf sich fortzubewegen.

Das Einkaufen von frischen Lebensmittel in Neuseelad ist vielseitig und toll und lässt keine Wünsche offen. Die meisten Produkte sind sehr hochwertig und werden hier in Neuseeland hergestellt. Die Preise sind in etwa vergeichbar mit den schweizerischen Lebensmittelkosten.

Nun werden wir für die nächsten zwei Tage bei unseren Bekannten die Gastfreundschaft geniessen dürfen bevors dann wieder auf die Südinsel geht.

 

 

03.04 Tongariro Crossing

Tagwache war heute bereits um 6 Uhr. Uhi, war das bitterkalt, da gab es nur eines: von Kopf bis Fuss dick einpacken. Wir haben es ja schon seit einigen Tagen gespürt, dass nun die warme Jahreszeit den anstehenden herbstlichen Temperaturen weichen muss.

Um 7 Uhr wurden wir mit einem Shuttle Bus an den Start geführt. Der Wanderweg beginnt im Mangatepopo Valley bei Whakapapa und folgt zunächst einem Bach flussaufwärts, der sich zwischen alten Lavaströmen seinen Weg ins Tal gesucht hat.

Wir legten anfänglich ein ziemliches Tempo vor, damit wir der beträchtlichen  Menge an Gleichgesinnten, entweichen konnten.56424CB7-4CE1-4807-9C4D-618DB385ADB1

Kurz gefasst, die Lavaströme, ein aktiver Krater, dampfende Schlote, smaragdgrüne Seen und umwerfende Ausblicke machten das Crossing zu einer unvergesslichen Tageswanderung.

Seht doch selber…7064CA40-FD4A-4BB1-94CD-03A132A23E219EE92AE5-FE0C-4EDC-BB57-E631262BFEF8

3FD3985E-0439-427E-99E3-A8D35A117AB43998EE01-D8B5-47D5-81D0-3B2930EBA064

 

5982FABC-924F-4423-A564-E23141BE7807

001E6BBD-1AE4-4D8B-A360-C9482409173C

02.04 New Plymouth – National Park

Der Entscheid gestern noch die weite Strecke nach New Plymouth zu fahren hat sich definitiv ausgezahlt. Bei strahlendem Wetter starteten wir mit einer Joggingrunde am Meer in den Tag.

Anschliessend beobachteten wir von einem Strandcafé aus einen Kajakfahrer der sich in den ziemlich hohen Wellen  erfolgreich bewegte.

Wir bewegten uns einige Zeit später ins Aussenpool um zu schwimmen. Da wir für Morgen eines der letzten Highlights unserer Neuseelandreise geplant haben, mussten wir uns Mitte Nachmittag wieder auf den Rückweg nach National Park  begeben. Als Abwechslung entschieden wir uns für die Strassenführung des „Forgotten World Highway“. Das tönt doch ziemlich interessant, dachten wir uns. Wir können nur bestätigen, dass der Name „ vergessene Welt“ absolut passend war. D1364FBA-224D-42B9-B7BF-8C806B217A2FDie Strasse führte uns in ein extrem kurvenreiches, abgelegenes, dicht bewaldetes, Hügelgebiet. Wir kamen  auf der Schotterpiste nur noch mit ca 45 km/h voran. Die Stunden flogen nur so dahin. Als wir wohlbehalten wieder in der Zivilisation angelangt waren wars schon stockdunkel. Mit Stirnleuchten bestückt gings nun ans Umpacken für Morgen. Denn morgen steht das Tongariro Crossing an. Das Tongariro Crossing wird oft als beste Tageswanderung Neuseelands beschrieben und ist anscheinend eine herausfordernde Tour mitten durch eine faszinierende Vulkanlandschaft.

 

 

01.04 Waitomo Village – New Plymouth

Wir mussten früh auf, da unsere Tour in die Unterwelt um 9 Uhr startete. Beim Black Water Rafting Café angelangt wurden uns erst einmal ein komplettes, noch nasses Neoprenkostüm verpasst inklusive Gummistiefel und Helm. Es gibt ja nichts schöneres als am frühen Morgen in ein kaltes, nasses und enges Gewand zu steigen! Wir machten die Tour zusammen mit einem jungen Paar aus San Francisco.9CB8B080-D78E-480E-86FC-806B0094EB88 Unsere beiden höchst amüsanten Guides instruierten uns nach der Fahrt zum Höhleineingang dann wie unsere nächsten 5h so aussehen werden. Zuerst galt es uns 35m durch ein schmales Loch auf den  Höhlenboden abzuseilen. Danach war es ein kurzer Fussmarsch zu einer Zipline, an der wir gute 70m durch die Höhle fliegen werden. Gleich danach würden wir Gummischläuche erhalten, mit welchen wir aus 3m Höhe in den eiskalten Fluss am Grund der Höhle springen werden. Von da an sei es dann ganz easy, wir sollten durch die Höhle gleiten und am Schluss noch ein paar Wasserfälle hochklettern um die 65m vom Boden der Höhle zurück ans Tageslicht zurück zu legen. Das könnte heiter werden dachte ich mir. Ich freute mich schon lange auf den heutigen Tag und zu unserem Glück war es zudem extrem schlecht Wetter,  also verpassten wir in der dunklen Höhle nichts. Nachdem wir das Abseilen einige Male trocken geübt hatten, gings ans eingemachte.13E68F79-F6FC-4BE2-B7FE-A1DA848F6AAC

Einer nach dem Anderen hing ins Seil und liess sich langsam nach unten gleiten. Als ich an der Reihe war, stellte ich fest, dass es einfacher aussah als es ist. EAC7D878-E958-4237-A452-90CF189C78C2Das Loch verengte sich nach etwa 7m um die Hälfte und man musste sich an manchen Stellen etwas hindurchzirkeln um nicht am Felsen entlang zu schürfen.86AF164E-D1A1-4779-A8BF-D370FB5D71AF Nach der engen Stelle, öffnete sich unter mir ein grosses schwarzes Loch ohne Boden und plötzlich spürte ich eine Hand die mich noch den letzten Meter auf den Boden führte.A08AA593-3C96-4EFC-97B0-7F051E0C1831 Von da aus gings zu Fuss nochmal etwa 10m tiefer unter die Erde, bis wir an der Zipline angelangten. Auch hier war ich wieder die Letzte. Der Guide instruierte die Anderen die Stirnleuchte auszuschalten, was dazu führte, dass ich während des Fluges an der Zipline rund um mich herum Glühwürmchen sehen konnte. Das war toll! Weniger toll jedoch war, dass dadurch das Ende der Zipline relativ unverhofft kam und ich völlig unvorbereitet wie in Flummy am Seil durch die Höhle spickte. Der eine Guide half mir runter und wir setzten uns an den Rand des Felsvorsprungs auf welchem wir gelandet waren. Wir durften die Leuchten wieder einschalten und stellten fest, dass unsere Beine nun gute 3m über dem Fluss hingen. Die Guides reichten uns heisse Schokolade und irgendein Gebäck. Das war alles etwas surreal in diesem Setting. Danach verabschiedete sich der eine Guide und kletterte alles wieder zurück, er habe gleich noch eine andere Tour zu leiten hiess es. Der verbleibende Guide, George, wies uns an einen Gummireifen zu schnappen. Von denen lagen auf dem Vorsprung Dutzende herum. Er erklärte uns, dass wir unser Gesäss in das Loch des Reifen strecken sollen und dann beim Reinspringen möglichst versuchen sollen darauf zu landen. Einfacher gesagt als getan… Einen 3m Sprung in voller Montur, Gummistiefeln und Gummireifen auf dem Hintern zu koordinieren ist nicht unbedingt eine meiner Stärken weiss ich jetzt. Auf jeden Fall war ich danach wach, denn es stellte sich heraus, dass die Wassertemperatur in der Höhle knappe 10 Grad betrug. Wunderbar dachte ich, die optimale Temperatur um darin noch gute 4h zu baden. 092AAC27-5F6D-4486-BA57-86205C5CC301Wir setzten uns in unsere Ringe und paddelten auf dem Fluss weiter ins Höhlen innere. George plapperte munter vor sich hin und erzählte uns dabei Geschichten, wie die Guides bei ihren Willkommensritualen solche Touren jeweils nackt machen würden. Nebenbei erwähnte er auch die vielen Aale die in diesem Fluss leben und von denen er uns später noch einen vorstellen wolle. An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich Aale seit ich in Christchurch im Park bei deren Fütterung zugeschaut habe, nicht wirklich daran interessiert war sie aus der Nähe zu betrachten, bzw. mit ihnen zu schwimmen. Bei diesen Gedanken wurden wir von George dazu angewiesen die Leuchte auszuschalten und uns beieinander einzuhaken. Er zog uns rückwärts im Dunkeln weiter durch die Höhle und begann dabei in bester Opernmanier Stille Nacht zu singen. 07644D8E-55F6-4144-8BE0-CEBB1709CB72So So skurril das klingen mag, es war echt schön, denn um uns herum waren tausende Glühwürmchen.5BFFD117-FA07-41A2-B5D4-C81E3C98878E Dieser relaxte Teil dauerte etwa 15min, dann liess uns George aprupt los und kletterte an einer Felswand hoch. Es stellte sich heraus, dass wir wieder an dem Ort angelangt waren, an dem wir zu Beginn hineingesprungen waren. Er bedeutete uns unsere Schläuche  zu ihm hoch zu werfen und sprang danach mit Rückwertssalto wieder zurück zu uns ins Wasser. Von da an ging die Tour zu Fuss weiter. Wir waren zu diesem Zeitpunkt schon gute 3h in der Höhle. Über eine Rutsche gings in den nächsten Höhlenarm und wir wateten, bzw. schwammen durch die Höhle. Da George fand, dass wir vier aussahen als seien wir, wie er es sagte „able-bodied“, also einigermassen fit, wollte er uns nun durch die engeren Passagen der Höhle schleusen. „Enger“ stellte sich dann als klaustrophobisch schmal heraus.

Wir krochen und zwängten uns also durch die Felsspalten und ich musste immer darauf achten, dass ich dabei nicht aus Versehen einer meiner Gummistiefel verlor. George erzählte uns, dass auf jeder zweiten Tour mindestens ein Gummistiefel auf der Strecke blieb. Für ihn bestand die Challenge bei jeder Tour darin möglichst viele Gummistiefel wieder zu bergen. Nach einigen Quetschpartien, oder wie George es nannte „Wiedergeburten“, kamen wir zu einer sehr breiten, sehr niedrigen Passage. Zwischen Wasseroberfläche und Höhlendecke hatten wir ca. 30cm zum atmen. Gleich dahinter lebte Elody, der Aal. Da alle bei dem Aal anhielten und sich dadurch eine Schlange bildete, blieb mir nichts andere übrig, als bäuchlings im Wasser liegend in der niedrigen Passage zu warten. Dem Aal wurde dies irgendwann zu viel und so beschloss er sich aus dem Staub zu machen, dabei schwamm er natürlich direkt auf mich zu. Da ich bäuchlings im Wasser lag und nicht ausweichen konnte war ich praktisch Aug zu Aug mit dem Tier.E15E66DF-EB77-4153-9EE1-3AE505649B9A Wer schon einmal einen Aal gesehen hat weiss, dass dies nicht sonderlich attraktive Geschöpfe sind. Dieser Moment wird mir wohl für immer in Erinnerung bleiben. Als Elody dann verschwunden war, krochen wir weiter zuden Wasserfällen die uns zurück auf die Erde bringen sollten. Es stellte sich heraus, dass „klettern“ in Neuseeland wirklich klettern heisst. Wir mussten also in voller Montur und den Gummistiefeln der glitschigen Wand entlang über den Wasserfall hochklettern. Klar war dieser nicht mega hoch, vielleicht 4m, doch zu diesem Zeitpunkt hatte sich in meinen Gummistiefeln schon ein neues Ökosystem gebildet, so voll mit Wasser waren sie, dies machte das Klettern etwas umständlich. Es war aber sehr spassig, ich fühlte mich ein wenig wie eine unfähige und weniger coole Version von Indiana Jones. Nach einer weiteren Wasserfall- Kletterpartie waren wir gute 4.5h nach unserem Abstieg in die Höhle wieder an der verregneten Oberfläche angelangt. Wir fuhren zurück zum Café wo uns Suppe und Bagels serviert wurde. Richtig gut nach der Kälte. Wir amüsierten uns ab den Fotos die George in der Höhle geschossen hatten und fuhren dann von Waitomo die weite Strecke nach New Plymouth um dort den morgigen Tag in der Sonne zu geniessen. Ich muss sagen der heutige Tag geht definitiv als einer der besten Tage allerzeiten in die Geschichtsbücher ein. Mama und ich haben durch dieses Abenteuer beide unsere Liebe zu Höhlen entdeckt.DDE01916-18C3-43B4-9CB6-CBAF2BCF5404

31.03 Taupo- Waitomo Village

Als wir vor ein paar Tagen bei den Waitomo Caves eine Glowworm Tour absolvierten, sichtete Demi bei einem Veranstalter eine 5 -stündige Black Water Rafting Tour. Diese ging ihr nicht mehr aus dem Kopf und so buchten wir für Morgen 1. April (kein Aprilscherz) doch tatsächlich dieses Abenteuer. Ehrlich gesagt, mir war schon etwas mulmig zumute, doch eines meiner Lieblingszitate lautet ja nicht umsonst“ Wenn du denkst Abenteuer sind gefährlich, dann versuch´s mal mit Routine, die ist tödlich“

Ich fands erfrischend wie  Demi den  morgigen Tag herbeisehnte. Ihre Euphorie war nicht zu stoppen.

Diese Tour beinhaltete folgende Highlights:

-Abseilen in eine 35 m tiefer liegende Höhle, Zipline entlang den Felsen, Sprung ins eiskalte Wasser, mit Gummischläuchen im stockdunkeln mit Sicht auf tausende Glühwürmchen durchs Gewässer gleiten und Wasserfälle raufklettern. Alles mit dem Ziel irgendwann wieder die Erdoberfläche zu erreichen. 5666953A-503F-44D0-95BB-FE830E0221DF

Demi freute sich riesig, doch ich war mir ab meiner Vorfreude noch nicht so im klaren.

Jedenfalls brauchte ich Ablenkung und die fand ich beim Schwimmen in einem abgelegenen Schwimmbad. Demi ging joggen und erfreute sich ab den seltenen Farbtupfer der Blumen.165788E6-87E8-44D4-ABFB-25F91DF00A3AAm Abend fuhren wir auf einen offiziellen Campingplatz Nahe der Höhlen damit wir Morgen auch rechtzeitig vor Ort sind. Aber zuerst gönnten wir uns in einem nahegelegenen  Restaurant ein warmes, äusserst feines Abendessen inkl. Dessert.