20.05.2019 Grants-neben der Strasse

Tag 9: 44km 

Hätten wir geahnt, was uns heute erwartete, wären wir mit Sicherheit im wohligen Bett im Motel liegengeblieben…

Aber von vorne…Um 8 Uhr fuhren wir vom  Parkplatz des Motel 6 los und steuerten auf den alten Teil von Grants zu. Während es um unser Motel herum noch einige Geschäfte und Unterkünfte gab, war die andere Seite von Grants jenseits der Gleise wie ausgestorben. Motels, Hotels, und Restaurants waren verlassen und verriegelt, es glich einer Geisterstadt. 0370207D-8694-466A-914D-6F7613D1449CWeiter ging die Reise auf der legendären Route 66 durch ein ähnlich verschlafenes Örtchen Namens Milan. D0272F27-B5E4-4A79-BF7A-148927557252Von dort bogen wir auf eine Nebenstrasse ab und verliessen damit die Zivilisation. Während es am Morgen noch angenehm warm war, wurde es nun zunehmend kälter und der Himmel verdunkelte sich. Die Strasse führte schnurgerade bis zum Horizont. C777EA57-B3CD-41A0-9471-CA8EE4A860C6Nach gut 15 Meilen stieg die Strasse an und damit nahm auch der Wind frappant zu. Es war ein fast aussichtsloser Kampf gegen den Wind. Auf dem Hügelkamm angelangt begann es plötzlich zu schneien und die Luft war eisig kalt. F646775C-48BF-4C31-A1FA-225213778C2FWir zogen alles an was wir dabei hatten. 201DBB3A-83F1-40AF-9796-4CAFBD990E6BMit 5 Schichten am Oberkörper fuhren wir noch 3 Meilen weiter. Dann wurde es aber wirklich unangenehm und wir schleppten unsere Velos auf eine Anhöhe neben der Strasse. Auf ca. 2500 m.ü.M stellten wir schnellstmöglichst unser Zelt auf, um dann Zuflucht zu suchen.

Es war noch nicht mal 13 Uhr, doch das Wetter verschlechterte sich zunehmend und es brach ein regelrechter Schneesturm aus. Obwohl wir uns  in unseren Schlafsäcken eingemummelt hatten, tauten wir nur langsam wieder auf. Wir assen, lauschten einem Hörspiel, dösten und warteten ab. Das Wetter spielte verrückt. In Kürze wechselten sich die Sonne und starker Schneefall ab. Wir beschlossen demzufolge zu bleiben wo wir waren. Obwohl wir nur herumlagen ging die Zeit schnell vorbei und unsere Körper waren froh über die Ruhe.

 

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